Die Calypso wurde 1942 als Minenssuchboot Typ JB- 26 gebaut. Bis 1945 war sie im Dienste der Royal Navy auf Malta stationiert. 1950 erwarb Cousteau das ausrangierte Boot und ließ es in mehreren Schritten zum Forschungsschiff ausbauen. 1951 führte die Jungfernfahrt in das Rote Meer. Als typisches Minensuchboot besitzt die Calypso einen doppelt beplankten Holzrumpf. Die technischen Daten sind:    Länge ü.A. (mit Beobachtungsnase): 42,35 m                                                                                  größe Breite                                  : 7,47 m                                                                                  Tiefgang (voll ausgerüstet)             : 3,10 m                                                                                    Antrieb                                         : 2x 580 PS                                                                             Verdrängung                                 : 420 t                                                                                        max. Geschwindigkeit                    : 11,5 kn                           

An der tiefsten Stelle des Bugs wurde eine Beobachtungskammer angebracht, von der aus ein liegender Beobachter einen guten Ausblick unter Wasser nach vorn und unten hat. Auf der achteren Hubschrauberplattform findet ein Hughes 300C- Helikopter Platz. Ursprünglich befand sich die Landeplattform auf dem Bug, wurde aber später aus Stabilitätsgründen zum Heck verlagert. Vor der Brücke befindet sich eine hochgelegte Beobachtungsbrücke, welche auch das Navigieren erleichtert.

Auf dem Achterdeck befindet sich ein Spezial- Hydraulikkran, welcher hauptsächlich zum Aussetzen und Einholen des Tauchbootes SP 350 (tauchende Untertasse) dient. Mit dem Tauchboot können 2 Forscher bis zu einer Tiefe von 365 m beobachten, filmen und Proben entnehmen.                        Natürlich befindet sich auf dem Forschungsschiff noch weitere Taucherausrüstung, von Spezialkompressoren bis zur Dekompressionskammer.                                                                Ergänzt wird das Ganze noch durch 2 Aluminiumboote und 2 Spezialmotorschlauchboote. Weiterhin wurden je nach Einsatzzweck weitere Ausrüstungsgegenstände an Bord genommen.                            Am 8. Januar 1996 sank die Calypso im Hafen von Singapur.            

Das Modell im Maßstab von 1:45 von der Firma Billing Boats (Vertrieb in Deutschland durch Simprop) hat eine Länge von 940 mm, eine Breite von 170 mm und eine Höhe von 330 mm.                           Der Bausatz ist nicht unbedingt für Anfänger geeignet, da der Inhalt sehr umfangreich, die Bauanleitung nicht gerade sehr umfangreich ist und sehr viele Teile noch aus- und zugeschnitten werden müssen. Die Aufbauten entstehen fast vollständig aus Holz. Wenn die Calypso aber erst einmal fertig ist, besitzt man ein sehr schönes und detailliertes Schiff. Je nach Lust und Fähigkeiten lassen sich noch einige Sonderfunktionen einbauen. Ich habe zu Zeit folgende Funktionen eingebaut:                               drehender Hubschrauberrotor, gekoppelt mit 3 Blinklichtern am Helikopter                             beleuchteter Scheinwerfer                                                                                                      Positionsbeleuchtung                                                                                                                Decks- und Brückenbeleuchtung                                                                                                 Kran drehen                                                                                                                               Kran heben / senken ist noch im Bau (habe noch nicht den passenden Motor gefunden)                         Die Bauzeit betrug insgesamt ca 3 Jahre, wobei wir nebenbei noch unser Haus bauten.                     Das Fahrverhalten ist sehr gut, nur beim Gleiten mit ausgestellten Motoren ist die Ruderwirkung sehr schlecht. Rückwärtsfahrt ist auch nicht unbedingt ihre Stärke. Durch die runde, schmale Rumpfform kommt das Schiff bei Wellengang etwas in’s Schwanken.                                                                   Ich habe zwei ganz einfache 400-er Motoren eingebaut, mit welchen das Schiff eigentlich schon übermotorisiert ist, aber so hat man immer für schnelle Ausweichmanöver noch einige Kraftreserven. Ge

Gerd Müller

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