Über das Schlachtschiff Bismarck braucht man wahrscheinlich nicht viele Worte zu verlieren, da es eines der bekanntesten Kriegsschiffe sein dürfte. Es wurde bei Blohm und Voss in Hamburg gebaut und 1940 in Dienst gestellt. Zu seiner  Zeit war es eines der modernsten und kampfstärksten Schiffe. Beim Versuch durch die englischen Bewacher in den Atlantik  zum Kaperkrieg gegen Handelsschiffe durchzubrechen, wurde die Bismarck von der Home- Fleet gestellt. Bei dem entstehenden Gefecht versenkte sie innerhalb weniger Minuten Englands stärkstes Schlachtschiff die Hood. Dabei kamen 1416 Seeleute ums Leben. Wenig später wurde durch den Torpedotreffer eines Torpedoflugzeuges die Ruderanlage der Bismarck außer Kraft gesetzt, wodurch sie nur noch im Kreis fahren konnte. Trotzdem wurde von Admiral Lütjens (nach ihm wurde seltsamerweise in der Bundesmarine später die letzte Zerstörerklasse benannt) der Befehl gegeben, bis zum letzten Mann zu kämpfen. Die Bismarck wurde im Verlauf der Schlacht von den Engländern zusammengeschossen, bis sie nur noch ein brennendes Wrack war. Wahrscheinlich wurde sie von der eigenen Besatzung versenkt. Von den über 2000 Mann Besatzung überlebten gerademal 119 Mann.

Seit Herbst letzten Jahres gibt es vom Hachette- Verlag den Bausatz der Bismarck zum Bestellen. Dabei gibt es wöchentlich eine Zeitschrift in welcher Informationen über die Bismarck, Kriegsschiffe allgemein, Modellbau  und ähnliche Themen stehen. Dem ganzen sind mehrere Bauteile für das Schiff beigelegt, anfangs waren es gelaserte Sperrholzteile und Leisten, später werden auch Beschlagteile beigefügt. Das ganze läuft über 140 Ausgaben, also insgesamt fast 3 Jahre. Der Bau macht viel Spaß da es teilweise recht klassischer Modellbau ist, also Beplankung auf Spantgerüst, andererseits ist es durch den guten Vorfertigungsgrad für einen etwas geübten Modellbauer recht leicht zu bauen und kann teilweise sogar auf dem Wohnzimmertisch beim Fernsehen gebastelt werden. Wer sich dafür interessiert, kann auf der Seite www.die-Bismarck-bauen.de weitere Informationen erhalten. Der momentane Baustand ist auf den Fotos zu erkennen. Inzwischen ist der Rumpf 2- mal beplankt, mehrfach gespachtelt und geschliffen und grundiert. Gleichzeitig gehen die Arbeiten an den Aufbauten weiter. Inzwischen sind schon eine Menge Messingätzteile verbaut worden. Mit ihnen werden alle Holzwände verkleidet, es sind auch komplette Teile wie Flugzeugrampen und Singnalstand aus Messingätzteilen. Dadurch wird ein sehr hoher Detaillierungsgrad erreicht. Es sind zum Beispiel alle Luken, Lüfter, Leitungen und ähnliches erhaben mit angeätzt. Trotzdem bleibt eineMenge Fummelarbeit,da Türen aufgedoppelt werden müssen, zusätzliche Leitungen verlegt werden oder Verschlussluken angebracht werden müssen. Für Menschen mit schlechtem Sehvermögen oder unruhiger Hand wird es da schon etwas schwierig. Als Beispiel sei der unten abgebildete Signalstand genannt, der bei einer Größe von ca. 55 x 25 mm aus über 60 Teilen besteht.

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